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| Eishockey:
(EHC Eishockeyclub Memmingen e.V.) |
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Abstiegsrunde ist wohl unausweichlich
Nicht belohnt wurden die tollen Leistungen des EHC Memmingen der letzten Begegnungen und einer grandiosen Aufholjagd im Spiel gegen den EHC Klostersee im heimischen Stadion am Freitag. Zwei Tage später zerstörten die robusten Oberbayern die Hoffnungen der Maustädter. Die Wölfe mussten nach einem guten Spiel mit leeren Händen Miesbach verlassen und können sich jetzt wohl auf eine spannende Abstiegsrunde konzentrieren. Die rund 100 EHC-Fans unter den knapp 900 Zuschauern erlebten einen fulminanten Start ihres Teams im ersten Drittel des aufgrund der Tabellensituation als „Schicksalsspiel“ zu bezeichnenden Begegnung. Doch selbst ein Break von Mike Spadacini nach einem präzisen Pass von Sergej Boldavesko in der kurz vor Drittelende brachte nichts Zählbares und so gingen beide Mannschaften torlos in die erste Pause. Ein unglücklicher Treffer in Unterzahl durch den Miesbacher Veicht in der 24. Minute und ein folgender kurzer Blackout der Wölfe führte zum Entsetzen der Memminger Fans innerhalb von zwei Minuten zu einem 3-Tore-Rückstand. Vorangegangen war eine Strafe des EHC-Stürmers Jim Nagle, die vierte nach bereits drei abgesessenen des ersten Abschnittes. Nach einer Auszeit spielten die Memminger wieder konzentrierter und der Lohn war der Anschlusstreffer in der Spielmitte von Andreas Börner und der wieder überzeugenden dritten Reihe des EHC. Doch harte Strafen des Peitinger HSR Deibler und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Jeremy Garrison führten in der 37. Minute zur 4:1 Führung der Hausherren. Zwar konnte Mike Spadacini durch die Mithilfe des TEV-Torhüters Capek noch einmal verkürzen, dennoch saß der Schock tief in den Herzen der Wölfe. Tapfer versuchten die dezimierten Memminger sich der Niederlage entgegen zu stemmen, erarbeiteten sich auch weitere Chancen, doch fehlte nun ein wenig Biss und das nötige Glück. Die Überraschungs-Mannschaft der Saison, der TEV Miesbach, machte in der Schlussphase mit zwei weiteren Tore alles klar und steht zur Überraschung vieler völlig verdient in der Zwischenrunde der Playoffs. Der EHC Memmingen wird sich wohl auf weitere Derbies mit den Lokalrivalen Ravensburg, Ulm und Kempten, sowie interessante Spiele gegen die dazukommenden Teams der Ostgruppe in der Abstiegsrunde einstellen müssen. Die winzigen Hoffnungen der Memminger und Ravensburger auf zwei Ausrutscher der Geretsrieder Riverrats in den beiden noch ausstehenden Spielen gegen Miesbach und Ulm werden sich wohl kaum erfüllen. Die insgesamt positive Leistung des Teams in der Vorrunde sollten die Wölfe-Fans dennoch honorieren und ihre Mannschaft auch in den anstehenden 18 Spielen weiter tatkräftig unterstützen. Die Statistik des Spieles:
TEV Miesbach - EHC Memmingen 6:2 (0:0,4:2,2:0) 1: 0 (23:01) Veicht (Duval, Waldschütz) 5-4 2: 0 (24:53) Waldschütz (Jansen) 3: 0 (25:02) Mayer 3: 1 (31:34) Börner (Nieder) 4: 1 (36:17) Jansen (Kovarik) 5-3 4: 2 (37:03) Spadacini (Precan) 5: 2 (52:52) Veicht (Riemel, Waldschütz) 6: 2 (57:37) Pflügl (Duval) 3-3
Strafzeiten: TEV Miesbach 6, EHC Memmingen 16 +5 +20 für Garrison Zuschauer: 812
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Autor: hh
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Artikel
vom 20.01.2003, 07:48 Uhr
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