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| Eishockey:
(EHC Eishockeyclub Memmingen e.V.) |
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Moral und den Siegeswille geben den Ausschlag für Memmingen
Durch den verdienten Erfolg gegen den favorisierten EHC Klostersee und den sechsten Sieg in Folge wahrte sich der EHC Memmingen die kleine Chance auf einen Playoff-Platz. Enttäuscht waren die leider nur 1200 Fans sicherlich nur von der Schlappe der Ulmer Haie gegen den TEV Miesbach und den überraschenden Sieg der TuS Geretsried gegen den EC Peiting.
Da auch der oberschwäbische Mitstreiter EV Ravensburg gegen die Kemptner Eisbären drei Punkte verbuchen konnte, bleibt der Abstand der beiden Verfolger bei fünf Zählern. Ob die späte Aufholjagd und der erste Sieg gegen die Grafinger belohnt wird, werden erst die nächsten Begegnungen zeigen. Dadurch wird die Reise nach Miesbach zum weiteren Schicksalsgang für den EHC, nur wenn gegen den heimstarken TEV Miesbach gewonnen werden kann, bleiben die Wölfe im Rennen.
Recht turbulent begann das Spiel im Memminger Eisstadion am Hühnerberg. Bereits nach wenigen Sekunden musste Mike Spadacini wegen hohem Stocks auf die Strafbank. Ihm folgte eine Minute später Jeremy Garrison nach einem vermeintlichen Checks von hinten. Die Wölfe überstanden den Ansturm der wieder in Bestbesetzung angetretenen Grafinger in 3-5 Unterzahl unbeschadet und versuchten nun das Spiel zu machen. Bis zur 10. Minute hatte der EHC Klostersee zweimal Riesenglück und Schlussmann Florian Hochhäuser musste als ein Können aufbringen, um sein Team nicht in Rückstand geraten zu lassen. Schon früh zeigte sich die unglückliche Besetzung des HSR durch einen Schiedsrichter aus Miesbach, Strenge gegen die Hausherren und mehrmaliges Übersehen einiger Nicklichkeiten auf Seiten der Gäste waren die Folge.
Da im Rest des ersten Spieldrittels auch der Wölfe-Goalie mit Paraden glänzte, gingen beide Teams ohne Tore in die Kabinen. Nachdem Topscorer Zajonc im ersten Abschnitt schon zwei Chancen vergab, schoss er in der 26. Minute gekonnt und präzise neben dem Pfosten ins linke Eck zum 9:1 ein. Den zweiten Treffer für die Grafinger erzielte Sailer nach einer zu kurzen Abwehr des Memminger Torhüters. Fast schien es, als ob die beiden Tore die Wölfe gelähmt hätten, aber nach einer Auszeit gelang Jim Nagle in der 29. Spielminute doch der Anschlusstreffer. Auch die Memminger Fans wachten wieder auf. Obwohl die Grafinger durch eine ihrer gekonnten und schnellen Kombinationen von Zajonc, Sicorschi und Torschütze Porak auf 1:3 davoneilten, machte der EHC es weiter spannend. In der 32. Minute verkürzte Sergejs Boldavesko erneut. Aber es kam noch besser: Nach einer Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis für den EHC Klostersee schoss Jeremy Garrison den Ausgleich in Überzahl und bei ersten Spielzug nach dem Ende der Strafe machte wiederum Boldavesko das 4:3 und brachte damit die Wölfe auf die Siegerstraße. Bei einer Abwehr auf dem Boden zog sich Boldavesko eine schmerzhafte Verletzung zu und blieb auf dem Eis liegen. Erst nach den wütenden Rufen der Fans pfiff HSR Bertl das Spiel ab. Den Memminger gelang es durch tolle Paraden Florian Warkus und einem großen Siegeswillen die Führung in die Pause zu retten. Auch die nicht geahndeten Fouls von Sauter (hoher Stock gegen den Torhüter und Schläge Poraks beim Verlassen des Eises konnten dies nicht verhindern. In der 42. Minute erwischte Jim Nagle den Puck und zieht ab. Die Scheibe prallt vom Schoner des Grafinger Goalies ins Tor. Die Gäste versuchten nun alles, um wieder ins Spiel zu kommen. Doch bei einem der wenigen Konter fälschte Jim Nagle zehn Minuten vor Spielende einen Schuss von Pascal Merath ab und erzielte seinen dritten Treffer des Abends. Dies war die Vorentscheidung.
Obwohl der EHC Klostersee zwei Minuten danach durch Florian Saller noch einmal auf 6:4 verkürzen konnte und die Wölfe den Gästen viel zuviel Raum für ihre schnellen Kombinationen ließen, retteten die Memminger auch bei einer Strafzeit zwei Minuten vor der Sirene durch tapfere Defensive und einem guten Torhüter den Vorsprung über die Zeit. „Beim 1:3 war ich sehr zufrieden und dachte, wir hätten gewonnen. Bisher war dies immer so“, resümierte der Gästetrainer Jiri Neubauer in der Pressekonferenz, aber die heimische Mannschaft belehrte uns eines Besseren.“ „Im zweiten Drittel hatten beide Teams Abwehrprobleme. Aber wenn wir gewinnen, kann ich das vergessen“, freute sich EHC-Coach Erwin Merath und lobte die Moral und den Siegeswillen seiner Mannschaft.
Einige leicht angeschlagene Spieler werden wohl auf die Zähne beißen und beim wichtigen Spiel in Miesbach dabei sein, Fehlen wird aber Pascal Merath, der beruflich verhindert ist. Die Tore für den EHC Memmingen erzielten: 1:2 28:29 min. Jim Nagle ( Merath) 2:3 31:20 min. Sergejs Boldavesko (Bobby Nagle, Spadacini) 3:3 32:56 min. Jeremy Garrison (Anders( 4:3 33:18 min. Sergejs Boldavesko (Bobby Nagle, Anders) 5:3 41:28 min. Jim Nagle (Garrison) 6:3 49:29 min. Jim Nagle (Garrison, Merath) Strafen: Memmingen 14 - Klostersee 10 Chris Földing
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Autor: hh
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Artikel
vom 18.01.2003, 12:16 Uhr
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Thomas Häßler In der Schule gab's für mich Höhen und Tiefen. Die Höhen waren der Fußball.
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