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| Eishockey:
(EHC Eishockeyclub Memmingen e.V.) |
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Anschluß an die Tabellenspitze gehalten
Vor der erhofften, tollen Kulisse von rund 2000 Zuschauern gewannen die Memminger Wölfe gegen die Eisbären aus Kempten und hielten mit diesem weiteren Derbyerfolg trotz der unerwarteten Siege der Konkurrenten Miesbach und Geretsried Anschluss an die Top-Five.
Mit einem Paukenschlag in der ersten Minute, als mit Vernikov und Noel-Bernier gleich zwei Kemptner auf die Strafbank mussten, begann die Partie. Doch mit Glück und zwei Paraden des Gästegoalies überstand die EAK die kritischen Sekunden mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Danach litt das Spiel zusehends unter der Nervosität beider Teams, wenn gleich die Eisbären durchaus druckvoll auf das Drittel der Hausherren stürmten und einige gekonnte Entlastungsangriffe des EHC erst an Markus Russler endeten, der jedoch in der 13, Minute bei einem Pfostenknaller mächtig Glück hatte. Zwei Minuten später freuten sich die Wölfe-Fans zu früh, als sich der Puck hinter der Torlinie des Kemptner Gehäuses befand, denn der Schiedsrichter hatte das Spiel zuvor unterbrochen.
In der 28. Minute konnten die zahlreichen Gäste aus der Nachbarstadt zum ersten Mal jubeln, als Andreas Weißenborn mit einem Hammer von der blauen Linie den EHC Schlussmann Florian Warkus überwinden und zum glücklichen 0:1 einlochen konnte. In der 32. Minute landete die Scheibe erneut im EAK-Tor, doch wiederum war der Treffer irregulär. Nur eine Minute später wurde der Kampf der Wölfe endlich belohnt. Jeremy Garrison glich mit einem tollen Tor zum 1:1 aus. Das Unentschieden hatte nur wenig mehr als eine Minute Bestand. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 27 Sekunden ging der EHC Memmingen in Führung. Die Torschützen waren Mike Spadacini und Ingo Nieder.
Die Kemptner versuchten nun mehr Druck zu machen und spielten härter, dennoch hatten die Schiedsrichter die Begegnung gut im Griff. Erstaunlicherweise geriet die spielbestimmende Weise der Memminger auch nach dem Anschlusstreffer der EAK zum 3:2, das ebenso wie das dritte Tor des EHC sehr glücklich zustande kam, nicht ins Wanken.
Obwohl die Maustädter den letzten Spielabschnitt wegen zu vieler Spieler auf dem Eis (7 Sekunden vor der zweiten Sirene) in Unterzahl beginnen mussten, wurde ihr Spielaufbau immer sicherer und bis auf wenige Konter die Angriffe der Gäste schon im Mitteldrittel abgewehrt. Paraden von Russler in der 44. und in der 50. Minute von seinem Gegenüber Warkus verhinderten vorerst weitere Tore. Doch eine schöne Kombination nach anfänglichen Schwierigkeiten ein Überzahlspiel aufzubauen, führte in der 52. Spielminute zum 4:2 für die Memminger Wölfe. Gerade als die EA Kempten wieder vollzählig war, versetzte Jim Nagle den Kemptner Torwart, der in höchster Bedrängnis nur schwach abwehren konnte und darauf den Puck lässig an sich vorbei geschoben bekam. Nun tobte die Eishalle am Hühnerberg.
Zwar konnten die Kemptner Gäste in der 57. Minute noch einmal in Überzahl verkürzen, doch die Memminger ließen keine gefährliche Situation mehr zu und Sergej Boldavesko machte mit dem schönsten Tor des Abends knapp eine Minute vor Schluss alles klar. Die Zahl der applaudierenden Zuschauer auf den Rängen bei den doppelten Raupen des nach Spielende aus der Kabine zurück auf das Eis gerufenen Teams wären der Wunschtraum einiger Kassenwarte in manchen Stadien.
„Wir haben erwartet, dass die Memminger zu Beginn druckvoll forchecken, darauf hatten wir unsere defensive Taktik eingestellt. Aber dies haben sie nicht getan. Die Tore zum 3:1 und 3:2 waren glückliche Tore für beide Teams. Leider bekamen wir nach dem 4:3 keine ‚zweite Luft’ sondern kassierten noch einen Treffer!, kommentierte Gästetrainer Andreas Volland.
EHC-Coach Erwin Merath freute sich über die großartige Kulisse und bedankte sich bei den Fans. Zum Spiel meinte er: „Wir hatten im letzten Drittel mehr Power, weil wir konsequent mit drei Reihen gespielt haben, obwohl uns nur vier Verteidiger zur Verfügung standen. Was mich ärgerte, waren die drei von defensiven Spielern erzielten Gegentore, obwohl wir die hochkarätigen Stürmer der EAK erfolgreich außer Kraft gesetzt hatten.“
Spieler des Tages wurde auf Seiten der EAK der Torhüter und beim EHC wählte die Jury den Torschützen Mike Spadacini. Die Tore:
0:1 28:25 min Andreas Weißenborn (Goman, Petrozza)
1:1 32:12 min Jeremy Garrison (Anders, B. Nagle)
2:1 33:32 min Mike Spadacini (Boldavesko, Lerchner)
3:1 33:49 min Ingo Nieder (Dietrich, Anders)
3:2 35:54 min. Helge Pyka (Weißschuh, Petrozza)
4:2 51:58 min. Jim Nagle (Anders, Garrison)
4:3 56:40 Ales Dvorak (Petrozza, Noel-Bernier)
5:3 59:09 Sergejs Boldavesko (Spadacini, B. Nagle) Strafen: EHC Memmingen 6, EA Kempten 12
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Autor: hh
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Artikel
vom 11.01.2003, 10:43 Uhr
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